00:00:00: Die Ministerin weiß das.
00:00:01: Sie begrüßt es sehr, dass wir uns da in der Primärversorgung engagieren.
00:00:24: Ja, zurzeitlich eine Einordnung kurz.
00:00:26: Das ist glaube ich wichtig.
00:00:27: an der Stelle wir nehmen auf am Mittwoch den zehnten Juni und wenn wir am Freitag erscheinen werden dann wird das ApoVWG durch den Bundesrat sein.
00:00:36: es gibt da noch eine extra Verordnung und es gibt auch noch die Honorarverordnung die auf dem Weg ist.
00:00:41: An dem Punkt sprechen wir jetzt gerade hier.
00:00:44: worüber freuen sie sich besonders was diese Reform angeht?
00:00:47: Die Apotheker können ein bisschen stolz darauf sein, dass wir das was wir über Jahre vorbereitet haben jetzt auch erreicht haben.
00:00:57: Dass wir die Politik überzeugt haben, dass endlich nach dreizehn Jahren eine Honorarerhöhung für die Apotheken bitter notwendig ist.
00:01:05: es geht hier um die Sicherung der Versorgung der Menschen durch öffentliche Apotheke.
00:01:11: in der Koalitionsvertrag ist umgesetzt, zwar ein bisschen halbherzig durch diese zwei Schritte und es steht uns ja leider dann das Beitragsatz Sicherungsgesetz auch noch vor der Brust wo wieder etwas abgezogen wird.
00:01:30: Man wieder einen Schritt zurückgeht aber letztendlich ist ein gewisses Ziel erreicht.
00:01:35: wir werden weiter die Interessen vertreten Wir werden gegen das Beitragsrats-Sicherungsgesetz lobbyieren und Gespräche führen Aber ein bisschen Luft holen und sagen, das ist jetzt mal ein richtiger Schritt.
00:01:47: Ist gut!
00:01:48: Und auch – das ist mir vielleicht noch wichtig – in gewisser Weise muss man auch sagen, Politik ist.
00:01:54: Auch in diesen schweren Zeiten hat sie ein verlässliches Zeichen gesetzt.
00:01:58: Sie hat sich an den Koalitionsvertrag zwar nicht Wort für Wort gehalten aber schon in der großen Linie.
00:02:05: dröseln wir das vielleicht noch einmal auf.
00:02:06: Ich sage, dass Gesetz nochmal Apothekenversorgung weiterentwickelt wird.
00:02:09: Das ist das eine.
00:02:10: da gibt es die Honorarverordnung.
00:02:12: Da kommen jetzt die neun Euro zum ersten Juli Neuneuropf fünfzig Zum Jahreswechsel und dann dieses Beitrags Satz stabilisierungsgesetz was auch zum Jahreswechsel kommt mit dem der Kassenabschlag von Jetzt ein sieben siebzig auf zwei euro sieben erhöht werden soll.
00:02:25: das war Einmal noch alle Zahlen hintereinander haben denn das ist wichtig für Die Bewertung glaube ich.
00:02:30: Sie Haben gesagt als das mit dem Honorar noch so ein bisschen wackelig war Bundesgesundheitsministerin Nina Wagen wäre nah am Wortbruch.
00:02:37: Weil dieser Koalitionsvertrag ja die Neun Euro Fünfzig eben vorsieht, jetzt haben wir die Soforthilfe nicht es kommt so ein bisschen verschleppt und wir haben eben auch diesen Wärmungstropfen mit dem höheren Abschlag der im Grunde die Honorar Erhöhungen gleich wieder so ein bißchen einkassiert.
00:02:52: wie nah am wortbruch sind wir denn noch?
00:02:54: Ich glaube, das können wir nicht als Wortbruch bezeichnen.
00:02:57: Der Wortbruchs wäre ja gewesen wenn die Neun Euro Fünfzig nochmal verschoben werden Wenn dann noch zusätzliche Sparmaßnahmen in der Apotheken aufgedrückt wird.
00:03:08: Das wäre ein Wortbrach gewesen.
00:03:10: Jetzt können wir von Wortbrug sprechen.
00:03:13: Auch wenn ich alle Wünsche erfüllt wurde Hat die Regierung doch den Schritt gemacht Den wir uns wünschen.
00:03:21: Darauf können wir jetzt aufbauen.
00:03:23: der Apotheker und Apothekarin berufert ja auch noch mal eine zusätzliche Bedeutung durch das APOWWG bekommen, nämlich dass wir zusätzlichen Leistungen anbieten können.
00:03:36: Erstmal alle Impfungen bis auf die Lebensimpfstoffe.
00:03:42: verschiedene Tests können durchgeführt werden.
00:03:45: Das Thema Blutabnahme wo wir gar nicht mit gerechnet haben ist jetzt auch ein Thema.
00:03:52: ich glaube Es gibt jetzt viele Möglichkeiten, dass sich Apotheken weiterentwickeln können.
00:03:59: Das sollten wir nutzen und ein wichtiges Gesetz ist ja auch das Gesetz zur Primärversorgung, das zum ersten Mal so ein Gesetz in Deutschland angegangen wird – da ist es uns auch wichtig eben die Position der Apotheker so zu vertreten, dass Apotheke in der Primerversorgungen eine gute Rolle spielt!
00:04:20: Im APRO-VWG haben die verschiedenen neuen Möglichkeiten für Apotheken angesprochen.
00:04:25: Kann man sagen, dass Ministerin Waken das gelungen ist?
00:04:27: Was ihr Vorgänger Karl Lauterbach auch schon eigentlich sich vorgenommen hatte – nämlich eine wirkliche Strukturreform für die Apotheke?
00:04:34: Ich glaube nicht, dass man das so vergleichen kann.
00:04:37: Frau Waken ist eine eigene Persönlichkeit, eine eigene politische Persönigkeit, die ihre eigenen Akzente setzt und Es sind natürlich einige Strukturelemente, die wir schon kennen.
00:04:51: Aber sie ist auf einem ganz anderen Weg und ich glaube da haben wir im Moment in der Politik auch einen verlässlichen Partner, jemand der auch zuhört einer Branche.
00:05:06: Dass da nicht alles in Erfüllung geht ist auch klar.
00:05:09: aber wir sollten diese Situation nutzen.
00:05:13: die Politik und nicht nur vor Waken sondern auch die Gesundheitspolitiker der Koalition haben ja maßgeblich so eingewirkt dass eben zum Beispiel zusätzliche Leistungen kommen.
00:05:26: Deshalb sind wir gerade im Moment, müssen auch der Politik sagen.
00:05:31: Die Apotheke ist ein verlässlicher Partner für die Politik und wir können uns in entscheidenden Punkten darauf prüfen, da eine gute Ansprache zu haben.
00:05:42: Ich wollte gar nicht die beiden Reformvorhaben erinnern.
00:05:45: Ich vergleiche mir gings eher so um die Reichweite, die jetzt damit angestrebt wird.
00:05:49: Es ist auch klar Sie haben es ein bisschen angedeutet.
00:05:51: was sie gerne noch wegbekommen hätten wäre die PTA-Vertretung gewesen Ist jetzt in abgespeckter Form da glaube ich braucht man jetzt erstmal noch nicht weiter zu vertiefen wird mal abwarten müssen wie weit das greift.
00:06:01: aber hätten sich mit Blick auf eine Strukturreform noch irgendwas gewünscht was ihnen jetzt fehlt in dem Gesetzesvorhab?
00:06:07: Also wir hätten uns ganz klar gewünscht, dass diese ordnungspolitischen Dinge PTA-Vertretung das Thema Zweigapotheken Öffnungszeiten.
00:06:16: Dass man da mehr auf die Argumentationen und Eingaben der Abtau und der Apothekerschaft eingegangen wären.
00:06:26: aber ein Teil ist ja umgesetzt worden Und jetzt müssen wir mit diesen neuen Rahmenbedingungen leben.
00:06:32: Aber das Gesetz hat eben auch viele positive Aspekte
00:06:36: Und es geht hier weiter, die neuen weiteren Gesetzgebungsvorhaben stehen an der Regierung.
00:06:42: Wie wird sich denn die Rolle der Apotheken in den nächsten Jahren verändern?
00:06:45: Das muss entwickelt werden, das ist ganz klar.
00:06:49: Zum Beispiel beim Impfen im Moment haben wir mit den Krankenkasten nur Corona und Grippeimpfungen verhandelt.
00:06:55: Wir müssen dann verhandeln dass eben die anderen Impfungen auch bezahlt werden ausreichend bezahlt wenn neue pharmazeutsche Dienstleistung bekommen.
00:07:05: die müssen in Leben gefüllt werden da muss die Honorierung stimmen.
00:07:08: Und so sind das ganz, ganz viele Elemente die wir jetzt vertraglich ordnungspolitisch umsetzen müssen.
00:07:17: Aber es gibt auch Dinge die dann auch bald kommen wo der Apotheker dann selber arbeiten kann wie zum Beispiel die Möglichkeit wieder Skonti zu ziehen.
00:07:28: Sie sind ja nicht nur Abterpräsident, sondern auch Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein und Apotheckerverband in Köln.
00:07:34: Jetzt mal so mit Blick auf dieses Gesamtpaketreformen wenn sie jetzt mit Mitgliedern aus ihrem Kamerbezirk sprechen.
00:07:40: Apothekeren-Apothekern zu wie viel Prozent ist diese Reform jetzt ein Erfolg für die Apothekerschaft?
00:07:45: Ja müssen Sie an erster Stelle die Kolleginnen und Kollegen vor Ort fragen.
00:07:51: Wir haben schon einige positive Rückmeldungen bekommen, aber es ist auch kein Grund zur Euphorie.
00:07:59: Nach der Reform ist vor der nächsten Reform, Beitragssatz Stabilisierungsgesetz, Präventionsgesetz das Ärzte-Notfallgesetz also die Arbeit für die Apothekerinnen und Apothekar in Bezug auf die Interessenvertretung hat jetzt im Moment dazu geführt, dass man mal kurz innehalten kann.
00:08:20: Aber jetzt geht es weiter und wir haben das ja auch nur erreicht.
00:08:24: dieses Ziel ab UfWG Änderung der Arzneimeldpreisverordnung durch die Geschlossenheit des Berufsstandes.
00:08:32: Die siebzehn Kammern, die siebzen Verbände aber ganz viele einzelne Apotheker haben sich ja da wirklich vehement eingebracht.
00:08:41: Dass die Einheit des Berufsstandes das alle das gleiche Ziel verfolgen Das war letztendlich das Überzeugende auch gegenüber der Politik.
00:08:51: Die neuen Gesetzgebungsverfahren stehen an und die Abtab bringt sich ja auch schon selber wieder ins Spiel, hat ein Positionspapier vorgelegt mit dem schönen Namen.
00:09:03: Angebot neuer Leistung in der Routineversorgung.
00:09:06: Da steht zwar ein Klammern-Explizit dahinter nur Beispiele genannt, aber auf diese Beispiele ist die Ärzteschaft jetzt schon so angesprungen, dass die Kritik also wirklich heftig war und Angriffe aus allen möglichen Verbänden.
00:09:18: dazu kam wie die Abtasigin den Bereich Primärversorgungspositionieren möchte.
00:09:23: Haben Sie da Verständnis für diese doch haschen Reaktionen der Ärzte?
00:09:26: Man kann das Nachvollziehen zur Kenntnis nehmen.
00:09:29: Verständnis habe ich dann nicht für Die Ärzte sind ein sehr wichtiger Heilberuf, unbestritten Apothekerinnen und Apothekar auch.
00:09:38: Und Primärversorgung kann gar nicht ohne Apotheken stattfinden.
00:09:43: schon heute gehen die Menschen für viele leichte Erkrankungen, primär und an erster Stelle in die Apotheke.
00:09:52: Sonst würde das Gesundheitssystem ja gar nicht funktionieren.
00:09:55: Da wollen wir strukturiert eingebunden werden.
00:09:59: Das ist auch die Idee dieses Primärversorgungsgesetzes.
00:10:02: Wir sind seit Anfang des Jahres auch in verschiedenen Arbeitsgruppen zur Primärvorsorgung im BMG wo das Gesetz vorbereitet wird Politikerinnen.
00:10:16: Und da ist es eben auch wichtig, als Berufsstand das mal in einem Papier festzuhalten so wie wir vor einem Jahr auch in eine gesunde Zukunft mit der Apotheke als Papier veröffentlicht haben.
00:10:30: Da haben wir auch Gegenwind aus der Ärzteschaft bekommen.
00:10:33: jetzt haben wir das auch
00:10:34: und viel davon steht jetzt im APO-VWG drin muss man sagen die Ausstärke sind von der Politik aufgenommen worden.
00:10:40: Das heißt auch bei diesen nächsten Schritten die die Apothekerschaft jetzt gehen möchte Wissen Sie die Ministerin hinter sich?
00:10:45: Die Ministerin weiß das, sie begrüßt es sehr dass wir uns da in der Primärversorgung engagieren und der Prozess zum Gesetz beginnt ja erst.
00:10:56: Und da ist es wichtig eben die Interessen der Apothekerinnen und Apothekern öffentlichen Apotheken auch frühzeitig anzumelden.
00:11:03: Ja ich erlebe sie hier als entschlossenen Kämpfer für die Interesse der Apothekerschaft.
00:11:07: gleichzeitig wird diese Primär-Versorgung trotzdem nur Arm in Arm, Hand in Hand untergehakt.
00:11:13: wie auch immer mit der Ärzteschaft gelingen und es gab jetzt doch aus den eigenen Reihen Kritik was insbesondere diese Unterhändler für die Weiterentwicklung des Projekts Amin angeht.
00:11:23: Das ist diese Arzneimittel-Initiative diesmal gab.
00:11:25: Die soll ja explizit Zusammenarbeit mit der Ärzte schafft weiterentwickelt werden.
00:11:31: Stichwort AMTS usw.
00:11:34: Rängt sich das wieder ein?
00:11:35: Mit der Erzenschaft?
00:11:36: oder ist da jetzt wirklich n Knack drin?
00:11:38: Das wird sich einrenken müssen, weil es geht ja um eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten.
00:11:45: Amin hat das bewiesen.
00:11:46: deshalb ist uns dieses Projekt wichtig.
00:11:49: wir haben das Anfang des Jahres mit der KBV Auch hier in Berlin besprochen.
00:11:55: Jetzt sind die Schritte schon viel weiter gedungen, jetzt hat man da erst mal gesagt wollen wir jetzt im Moment nicht aber das wird kommen.
00:12:06: letztendlich müssen wir ja auch genau analysieren.
00:12:08: das letzte Armin Projekt was er auch ausgewertet wurde was ja so beispielhaft war ist ja eigentlich nur auf Druck der Politik entstanden sonst wäre es gar nicht gekommen.
00:12:20: Deshalb unser sehr, sehr wichtiger Partner neben den Ärzten.
00:12:23: Die sind ganz wichtig auch andere Berufsgruppen im Gesundheitswesen.
00:12:27: aber ein ganz wichtiger Partner ist natürlich die Politik.
00:12:31: Die Politik gestaltet Gesundheitswesend und deshalb müssen wir mit beiden gutem Gespräch bleiben mit der Politik und mit den Äzten und da finden jetzt schon sehr viele Gespräche.
00:12:41: Ich habe diese Woche schon
00:12:44: so viel... Die Politik ist gut.
00:12:45: haben wir schon gehört?
00:12:46: Ja!
00:12:46: Aber haben Sie auch schon mit dem KBV-Stef Andreas Gassen gesprochen?
00:12:50: Mit dem spreche ich ja oft, aber jetzt in den letzten zwei drei Tagen nicht.
00:12:55: Wir werden ihn aber nächste Woche auf jeden Fall definitiv treffen, aber ich habe in dieser Woche gefühlt mich schon mit zehn bis zwanzig verschiedenen Vertretern der verschiedenen Ärzteorganisationen gesprochen und die Gespräche sind sehr konstruktiv wie sie vorher auch waren.
00:13:11: da sind wir nicht nur zuversichtlich sondern es wird eine gute Zusammenarbeit weiter mit den Ärzten sein, ganz klar.
00:13:20: Wunderbar!
00:13:20: Dann ist mir noch erlaubt einen kleinen Werbeblock an der Stelle einzuführen und ich werde mit dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Dr.
00:13:27: Andreas Gassen sprechen am dreißigsten Juni in der nächsten Ausgabe Alex Doppelte-Dosis unbedingt den Podcast Alex Dopelte Dosis auch abonnieren.
00:13:35: die ersten drei Folgen sind schon online.
00:13:37: wenn wer da keine verpassen möchte Kann sich da gerne mal bei Spotify und sonstwo bei uns auf der Seite für den PZ und YouTube.
00:13:43: Und überall, wo es das gibt, gerne abonnieren und uns folgen.
00:13:47: Vielen Dank sage ich schonmal dafür!
00:13:48: Ich sag vielen Dank Thomas Preis für das spannende Gespräch.
00:13:50: Gerne Herr Müller.