00:00:00: Diese zentrale Leistung, die Apotheken erbringen in der Beratung.
00:00:05: Da könnte ich mir vorstellen wenn die noch genderspezifischer sich weiterentwickeln würde.
00:00:10: da würde eine Menge Segen drauf liegen.
00:00:18: Herzlich willkommen zur dieswöchigen Folge von PZ Nachgefragt.
00:00:22: Mein Name ist Paulina Kamm, ich bin Teil der Berliner PZ Redaktion im Ressort Politik und Wirtschaft.
00:00:27: Meine heutige Gästin ist Dr.
00:00:29: Kirsten Kappert-Gonther vom Grünen In Ihrer Fraktion ist hier Opffrau im Gesundheitsausschuss und Berichterstatterin für seelische Gesundheit, Frauengesundheit, Bioethik sowie europäische und globale Gesundheit.
00:00:43: Herzlich willkommen und vielen Dank dass Sie sich heute Zeit nehmen Frau Dr.
00:00:47: Kappert-Gonther.
00:00:47: Moin Frau kam.
00:00:48: ich freue mich sehr!
00:00:49: Sie
00:00:49: wurden kürzlich Mitglied des World Health Summit.
00:00:52: Welche Themen möchten sie dort voranbringen?
00:00:55: Also
00:00:55: erstmal freue ich mich sehr dass ich Mitglied im World Health Summit Council geworden bin und ich bin ja auch Mitglied des Lenkungskreises Global Health Hub Germany.
00:01:05: Und ich verstehe meine Aufgabe in der Schnittstelle zwischen parlamentarischem Raum aus dem Bundestag und global health community.
00:01:15: Und zuförderst wird es darum gehen, die Global Health Themen weiterhin im Bundestag starkzumachen.
00:01:23: Also Fürsprecherin für den Gedanken zu sein, dass globale Gesundheit uns alle angeht und die spezifischen Themen, die mir besonders am Herzen liegen sind die ganzen Fragen von globaler Frauengesundheit, globaler... Seelischer Gesundheit, wir haben ja eine Mental Health-Pandemie und auch die ganze Debatte rund um welche Auswirkungen die Klimakrise auf die Gesundheitschancen hat und Armut auf Gesundheitschanzen hat.
00:01:55: Die Mental Health Pandemie bringt mich sozusagen zum nächsten Thema.
00:02:01: Wie schätzen Sie denn die globale Mental Health aber natürlich auch die globalen Frauengesundheit ein?
00:02:08: Das ist ein heterogenes... Bild.
00:02:11: zur Mental-Situation können wir sagen, dass wenn ich bei der UN bin, wenn nicht mit Menschen aus dem internationalen Raum spreche.
00:02:20: Egal aus welchem Land die Delegierten kommen sie alle sprechen von einer pandemieselische Erkrankung.
00:02:28: Wir haben eine enorme Drucksituation auf die Seelen durch die verschiedenen globalen Krisen, die sich ja auch überlappen und das betrifft insbesondere Kinder Jugendliche und es betrifft Menschen, die insgesamt mit mehreren Stresssituationen konfrontiert sind.
00:02:49: zum Beispiel Armut, zum Beispiel Gewalt.
00:02:52: Zum Beispiel Folgen von Naturkratastrophen und das betrifft insofern auch ganz speziell Frauen weil Frauen insgesamt immer noch häufiger in vulnerablen Settings leben.
00:03:06: global auch bei uns in Deutschland aber vor allem global Und die Frauengesundheitslage ist aktuell extrem unter Druck.
00:03:16: Es hat auch Fortschritte gegeben, zum Beispiel hat sich die Müttersterblichkeit in den letzten twenty- fünf Jahren um vierzig Prozent reduziert aber es stirbt immer noch alle zwei Minuten eine Frau auf uns verschönen Erde während vor oder nach der Geburt.
00:03:37: Das ist natürlich schon eine alarmierende Zahl.
00:03:41: Sehr alarmierend!
00:03:42: Welche Frauengesundheitsthemen sind denn dann vergleichbar in Deutschland relevante?
00:03:48: Wir haben auch noch wie vor die ganze Situation rund um die Geburtshilfe, wir haben natürlich eine deutlich bessere Geburthilfe... Hygienische Zustände.
00:03:59: Wir haben Zugang zu sauberen Wasser, was weltweit beispielsweise überhaupt nicht der Fall ist.
00:04:06: Wir wissen auch dass alle zwei Sekunden weltweit eine Frau gebiert in einem Setting häufig auch in so etwas wie Krankenstation wo es keinen Zugang zur sauberen Wasser gibt und kein Zugang Quartensanitären Anlagen gibt.
00:04:25: und diese Lage haben wir in Deutschland natürlich nicht, aber von daher muss man immer so ein bisschen aufpassen.
00:04:32: Ja das ist mal sowas man vergleicht weil wir befinden uns natürlich in einer extrem privilegierten Lage in Deutschland und haben aus dem Grund noch eine Verantwortung natürlich für den ganzen globalen Raum.
00:04:47: ich finde der entwickelt sich auch aus Privilegien dass das Verantwortung entsteht.
00:04:54: Aber wir haben auch in Deutschland eine Lage, dass die Geburtshilfe im Vergleich zu anderen Gesundheitsversorgungsbereichen nach wie vor unterfinanziert ist.
00:05:05: Wir haben beispielsweise die Situation, dass die Dimension zeigt, die ja für eine Geburt eine große Rolle spielt nicht adäquat finanziell abgebildet ist.
00:05:15: wir haben diese Situation das der Betreuungsbogen also vorgeburtliche Betreuung während der Geburt und nachgeburtlicher Betreuungen für viele Frauen von Brüchen geprägt nach wie vor eine ganze Reihe von Frauen und das betrifft mehr Teilhabe ferne Frauen als Frauen, die einfach sehr geübt darin sind.
00:05:39: Hilfe auch sich zu organisieren dass wir in der Geburtsnachsorge, in der Betreuung des Wochenbettes erhebliche Lücken haben.
00:05:50: Also wir haben auch in Deutschland noch sehr, sehr viel zu tun für eine gute Geburtshilfe.
00:05:55: der ganze Bereich der Peripatalen mentalen Gesundheit ist bei uns nicht ausreichend im Fokus.
00:06:02: Wir gehen davon aus dass ungefähr fünfzehn Prozent der Frauen während vor oder nach der Geburt relevante Behandlungsbedürftige seelische Belastung erleben.
00:06:13: hier haben wir kein flächendeckendes Screening.
00:06:15: Wir haben keine gute Weiterleitung therapeutische Möglichkeiten.
00:06:20: Und dieses Thema Peripatale mentale Krisen ist im Übrigen auch ein globales Gesundheitsthema, denn auch das ist nichts was nur europäische oder deutsche Frauen betrifft sondern das größte Gesundheitsrisiko rund um die Geburt bleibt immer noch die Depressivität.
00:06:38: Welche Rolle tragen Frauen in Führungspositionen bzw.
00:06:44: welche Chancen sehen sie denn da, wenn quasi mehr Frauen in Macht- und Führungsposition sind?
00:06:50: Gibt es da erwiesene Zahlen dazu, dass das zu einer Besserung beiträgt?
00:06:54: Mit Zahlen kann man das jetzt nicht auf Punkt und Komma hinterlegen aber es gibt sehr gute Hinweise dafür, dass wir mehrere Blickwinkel zur Verfügung haben.
00:07:05: also Man kann ja sagen, wir alle auch wenn wir glauben.
00:07:09: Wir sind einigermaßen open-minded haben immer nur unseren eigenen Blick zur Verfügung und wir brauchen quasi die Erweiterung des Blicks mehrere Blickwinkel um annähernd zu so etwas wie der Vollständigkeit der Wahrnehmung zu kommen.
00:07:24: und so ist das natürlich auch im Gesundheitswesen sowohl bei uns hier in Deutschland in Europa und global.
00:07:32: je mehr Frauen in Führungspositionen sind richtig in den Entscheidungsgremien ganz oben mitbeteiligt sind, desto eher weitet sich der Blick auch für den ganzen Bereich Frauen Gesundheit.
00:07:47: und da haben wir auch in Deutschland noch erheblichen Nachholbedarf.
00:07:52: Wir hatten ja eine Lage noch vor etwa zehn Jahren dass es relevante Bereiche im den Entscheidungskrämien des deutschen Gesundheitswesens gab wo nicht eine einzige Frau mit in den Vorständen waren.
00:08:06: Das gab kassenärztliche Vereinigungen, kam man auch bei den großen Kassen war es eine Rarität das eine Frau im Vorstand war.
00:08:15: wir haben dann ja unter Jens Spahn als Gesundheitsminister es geschafft Quoten einzuführen und die übrigen Quoten haben wir dann ja während der Ampelregierung eingeführt, sodass wir jetzt zumindest in den meisten Bereichen sichergestellt haben dass mindestens eine Frau mit im Vorstand ist.
00:08:38: Besser wäre natürlich wir hätten hier eine Parität.
00:08:41: aber diese Blick dieser zusätzliche Blick der ermöglicht natürlich auch einen spezifischen Blick auf die ganzen Angelegenheiten von Frauengesundheit und was Frauen spezifik benötigen im Gesundheitswesen.
00:08:56: Welche anderweitigen Hindernisse gibt es denn den Fortschritt der Frauengesuntheit, so nenn ich's jetzt mal hemmen?
00:09:04: Also erstmal muss man sagen zweitausend Jahre patriarchal haben Folgen.
00:09:09: ja wir sind insgesamt in Deutschland, Europa und weltweit daran nach wie vor sehr gewöhnt, dass medizinische Forschung, Lehre und dann Diagnostik- und Behandlung im wesentlichen vom männlichen Normkörper her gedacht ist.
00:09:30: Das Beispiel Herzinfarkte bei Frauen.
00:09:35: Ich glaube allgemein gut geworden, dass Menschen das wissen.
00:09:39: Dass sich der Herzinfarkt bei Frauen in der Regel über bestimmte Symptome verdeutlicht die eben.
00:09:47: Spezifisch weibliche Symptome sind und anders aussehen als die spezifische männlichen Symptoma.
00:09:53: Aber wir haben immer noch Anatomie-Atlanten, wenn sie die einmal durchgucken – ja das sind ja häufig zwei oder drei bändige große Werke da blättern Sie und es ist Mann, Mann, Man, Mann!
00:10:04: Wenn's um Leber, um Niere, um Extremitäten, um die Nase und den kleinen C geht und dann kommt irgendwann Brustkrebs, dann kommt irgendwie Geburt und dann ist wieder Mann, man, man.
00:10:13: Als hätten Frauen keine Nieren.
00:10:17: und das alleine macht natürlich, also generiert Blick auch Sprache, generiert natürlich Bewusstsein.
00:10:27: Also wir haben immer noch eine enorme Neigung dazu auch spezifische Frauen-Gesundheitsthemen wie die Endometriose, wie die Wechseljahre.
00:10:41: Aber eben auch Geburtshilfe – wie wohlklammer auf es natürlich absurd ist zu denken das Geburthilfe nur Frauen betrifft.
00:10:50: Frauen sind die, die diese enorme Leistung des Gebärends erbringen aber wir sind ja alle mal geboren worden alle Geschlechter.
00:10:57: Aber diese ganzen Bereiche spielen nach wie vor in der Medizin eine untergeordnete Rolle, was die Priorität anbelangt.
00:11:07: Und wir haben glücklicherweise inzwischen ne Lage dass auch diese Bundesregierung also sozusagen Frauen Gesundheit einigermaßen fehlerfrei aussprechen kann nur was bisher fehlt sind spezifische Unternehmungen sind Maßnahmen und das finde ich es hart zu kritisieren.
00:11:26: Also wir haben immer noch die Lage dass Frauen häufig schon wenn sie mit einer Belastung, einer gesundheitlichen Frage sich in das Gesundheitssystem begeben.
00:11:38: Dass es entweder medizinisches Gasleitung gibt also dass die Symptome kaum oder wenig berücksichtigt werden oder es auch häufig mal eine Psychopathologisierung gibt.
00:11:51: Ich kenne eine Frau, die hat ein Jahr lang antidepressiver verordnet bekommen, weil dahinter ein nicht erkanter Diabetes lag.
00:12:00: Das ist sehr ungewöhnlich, ne?
00:12:01: Weil man Diabetes ja eigentlich relativ gut und schnell erkennen kann aber das ist verbrieft.
00:12:06: Es ist auch eine Aktivistin in dem Bereich.
00:12:09: also das ist nicht nur einfach so... Daher gesagt, das ist so gewesen und das sind natürlich beunruhigende Situationen.
00:12:18: Also da ist noch sehr viel zu tun.
00:12:20: aber was mir wichtig ist es nochmal auch zu betonen unser Engagement gilt natürlich auch hier dem Fortschritt und dass wir Frauen gesundheit Themen in Richtung Gerechtigkeit entwickeln, also dass Frauen die gleichen Gesundheitschancen bekommen wie Männer.
00:12:39: Die gleiche Aufmerksamkeit, die sorgfältige Diagnostik
00:12:42: usw.,
00:12:43: aber all das sagen wir aus einer relativ privilegierten Situation in Deutschland heraus.
00:12:50: und wenn wir auf den globalen Süden gucken dann ist die Lage was Frauen Gesundheit anbelangt noch viel viel prekärer.
00:12:59: Da ist es vielerorts in vielen Ländern ein echtes Gesundheitsrisiko, weiblich zu sein.
00:13:06: Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat es denn eine Frau zu sein sozusagen?
00:13:12: Also dass sie einen anderen Stand hat in der Gesellschaft, welche Auswirkung kann das konkret haben?
00:13:18: Gesundheit entwickelt sicher immer im Kontext der Lebenssituationen Immer.
00:13:24: Und erstmal ist natürlich die ganze Situation rund um reproduktive Gesundheit einfach für Frauen eine grundlegend andere Situation als für Männer, wir wissen das weltweit etwa die Hälfte der Schwangerschaften ungewollt sind.
00:13:43: Wir wissen dass in den ärmeren Ländern ungefähr ein Drittel der Schwangenschaften bei Kindern vorkommen, also bei Menschen und weiblichen Personen unter achtzehn.
00:13:59: Wir haben eben schon darüber gesprochen dass alle zwei Minuten eine Frau weltweit stirbt.
00:14:07: rund um die Geburt der Zugang zu Wasser das hatte ich gerade schon kurz einmal angedeutet als wir auch über Verschmutztes, nicht sauberes Wasser rund um die Geburt sprachen.
00:14:20: Aber auch das Wasserholen was ja in vielen, vielen Ländern extremst beschwerlich ist mit großen Risiken einhergeht.
00:14:30: sich in der Hitze aufhalten Übergriffe Gewalt Vergewaltigung auf dem Weg von und zum Wasserholendass sind Aufgaben, die in den meisten Ländern den Frauen obliegen.
00:14:44: Dann das ganze Thema Armut Teilhabeferne nicht wirklich über eigene Mittel verfügen.
00:14:53: Das heißt auch angewiesen zu sein auf die wirtschaftliche Fürsorge eines Mannes.
00:14:59: Das hat natürlich Folgen des beispielsweise übergriffiges Verhalten einfach anders ertragen werden muss, weil wenn sonst wirtschaftlich keine Grundlage hat.
00:15:13: Die ganze Situation rund um Zugang zu impfen, zu Gesundheitsleistungen sind in vielen, vielen Ländern für Frauen sehr viel schwieriger.
00:15:27: zu erreichen.
00:15:28: Bildung spielt eine extrem große Rolle, also wir wissen das Bildungsprogramme wo ganz gezielt auch Mädchen ermöglicht wird zur Schule zu gehen, zu lernen, zu lesen, zu rechnen und zu schreiben was dann ja wieder die Grundlage ist für eine wirtschaftliche Unabhängigkeit dass Bildungschancen, Gesundheitschancen extrem erhöhen.
00:15:51: und andersrum gilt eben auch Geringer Zugang zu Bildung und das ist in vielen, vielen Ländern eben immer noch gang und gäbe.
00:15:59: Dass Mädchen und junge Frauen von Bildungsmöglichkeiten ausgeschlossen sind, senkt Gesundheitschancen.
00:16:08: Und abgesehen davon welche Neuerungen werden denn wirklich akut notwendig um mehr und schneller Fortschritte zu erreichen?
00:16:17: Weil wenn ich jetzt in meine wie man immer so schön sagt, schaue dann kann man da schon auch in Deutschland eine gewisse Unzufriedenheit bzw.
00:16:27: Frustration eben mit den Neuerungen beziehungsweise den ausbleibenden Neuerung feststellen.
00:16:34: also es gibt natürlich große Unterschiede zwischen dem welche Lage wir in Deutschland haben und welcher wir global haben.
00:16:42: unterbrauche ist natürlich auch nochmal unterschiedliche Schwerpunkte.
00:16:46: mir einmal wichtig auch wirklich zu betonen, dass wir nicht nachlassen dürfen im ganzen Bereich globale Gesundheit und zwar einerseits was die finanzielle Zuwendung anbelangt.
00:17:01: Wir alle wissen das durch die Unzuverlässigkeit der USA Administration auch die Unterstützung für die WHO durch die USA gestrichen wurde.
00:17:11: Deutschland ist jetzt der größte Geldgeber, das es aller Ehren wert.
00:17:16: dennoch fehlt es natürlich an allen Ecken und Enden und mein Wunsch wäre dass Deutschland aber politisch und in der Gestaltung der globalen Gesundheitsarchitektur eine stärkere Rolle einnimmt.
00:17:32: Und dann auch eben ganz genau gezielt darauf hin wirkt, dass wir Programme starten die gezielt Frauen- und Mädchengesundheit fördern das wir Programmen fördern die gezielte Impfen für alle fördern eben auch Zugang zu zur Impfung für Frauen und Kinder, dass wir gezielt Programme fördern die den Zugang zum sauberen Trinkwasser.
00:18:00: ermöglichen.
00:18:01: Das sind Bereiche, wo ich finde, wo Deutschland eine größere Rolle einnehmen könnte der ganze Bereich der reproduktiven Gesundheit.
00:18:11: wir haben jetzt über Geburtshilfe gesprochen aber das umfasst natürlich auch die Möglichkeit und das Recht einer Schwangerschaft wenn sie nicht gewollt ist selbstbestimmt zu beenden.
00:18:22: Und hier sehen wir einen enormen Wecklash aktuell weltweit, also der Antifeminismus spielt nicht nur für uns hier in Deutschland und Europa eine große Rolle sondern natürlich auch weltweit.
00:18:35: Also der Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch wird wieder enger, auch hier bei uns in Deutschland.
00:18:43: aber das spielt natürlich für die Menschen, für die Frauen im globalen Süden eine enorm große Rolle wissen, wie groß die Risiken da rund um die Geburt sind.
00:18:53: Also das ist so erstmal etwas was mir extrem wichtig ist dass wir die globale Gesundheit nicht aus den Augen verlieren.
00:19:00: Dass wir die ganze Verbindung von Armut und reduzierten Gesundheitschancen von Klimakrise und reduziertem Gesundheitschanzen im Blick haben und möglichst Darauf einwirken hier die Gesundheitschancen zu verbessern.
00:19:16: Das Zweite ist, was Sie eben auch ansprechen wie ist denn die Lage?
00:19:20: Hier bei uns in Deutschland und auch hier sehen wir dass sich die Zugänge zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch gerade problematisch bestalten.
00:19:31: Auch wenn wird die demografische Entwicklung uns angucken es werden immer mehr Ärztinnen und Ärzte aus der Versorgung gehen einfach aufgrund ihres Alters die aktuell noch schwangerschaft ab Brüche vornehmen.
00:19:43: Das heißt, wir werden auch hier in deutliche Versorgungsengpässe hineinlaufen.
00:19:49: Wir haben die Lage dass es durch die Klinik Fusionen, die ja richtig sind das Kliniken fusionieren.
00:19:55: aber wenn hier katholische Träger beispielsweise evangelische Häuser übernehmen sagen Schwangerschaftsabbrüche wie zuletzt in Lippstadt gesehen, wir jetzt in Flensburg gesehen und das erschwert die Versorgungslage natürlich nochmal.
00:20:13: Also da gilt es darauf hinzuwirken dass der Zugang zum Schwangerschafterbruch gut erreichbar ist für Frauen die eine Schwangersschaft nicht fortsetzen können oder wollen.
00:20:26: Und der ganze Bereich Geburtshilfe, der muss zwingend und dringend gestärkt werden.
00:20:32: Und dann haben wir noch nicht gesprochen über den ganzen Bereich beispielsweise Endometriose.
00:20:38: Jede zehnte Frau betroffen immer noch eine Erkrankung die wenig bekannt ist wo wir nur wenige medizinische Zentren haben von den Frauen gezielt geholfen wird.
00:20:49: Der ganze Bereich rund um die Menopause nach wie vor hochstigmatisiert dass wir dazu übergehen, nicht nur die Frauengut zu beraten sondern auch Arbeitsplätze so zu gestalten.
00:21:01: Dass sie eben auch Menopause freundlich sind.
00:21:05: Also unterm Strich ist es sehr viel zu tun wenn wir für eine gerechte Gesundheitspolitik uns einsetzen.
00:21:14: Sie hatten selber schon angesprochen das Thema Impfen spielt ja auch in den Apotheken immer eine große Rolle.
00:21:20: welche Rolle würden sie den Apothekenden zutragen um eben in der Förderung der Frauengesundheit ihren Teil zu leisten.
00:21:28: Ich glaube, da gibt es enormes Potenzial.
00:21:32: nach dem was ich so aus den Apotheken hier, ich trete ja das schöne Bundesland Bremen im Deutschen Bundestag mitbekomme wird er auch schon enorm gute Arbeit gemacht.
00:21:45: grundsätzlich sehe ich das so und sehen wir als Bündnis neunzig die Grünen dass so das apotheken obligator Bestandteil von einer multiprofessionellen Gesundheitsversorgung sind.
00:21:59: Und aus meiner Sicht kann die Rolle der Apotheken und sollte die Rolle, was ja immer bedeutet auch der Apoteka-Innen und der pharmazeutischen Fachangestellten noch gestärkt werden.
00:22:12: vielleicht einmal so gesagt wir müssen ja davon oder wir dürfen davon ausgehen dass Hoffentlich ist gelingt die Apotheke vor Ort zu erhalten und häufig, gerade im ländlichen Raum wird.
00:22:27: Die Apotheken ist jetzt schon vielerorts aber wird auch in Zukunft die zentrale niederschwelligste Anlaufstelle für Menschen mit Gesundheitsfragen sein Und diese diese Aufgabe Aber auch diese Chance, die darin liegt dass menschen ja auch im Vertrauen auf die Kompetenz und auch sehr offen sich... an apotheken Wänden mit Gesundheitsfragen, die kann man glaube ich sehr gut greifen.
00:22:57: Also diese zentrale Leistung, die Apotheken erbringen in der Beratung, da könnte ich mir vorstellen wenn die noch genderspezifischer sich weiterentwickeln würde das wäre glaube ich da würde eine Menge Segen drauf liegen.
00:23:11: also dieses Wissen was ja die ApothikaInnen haben was viele andere nicht haben dass zum Beispiel Verstoffwechselungen bei Frauen von Medikamenten anders.
00:23:22: Häufig sehr viel langsamer läuft als bei Männern, also die Zühlsaalitysöre Aspirin ist bekannt nicht das Verstoffwechsel in Frauen ungefähr dreißig bis vierzig Prozent langsame als Männer wenn sie Orale kontraceptiver nehmen, etwa gleich schnell wie Männer.
00:23:40: Das ist ein Wissen das haben natürlich die Menschen in den Apotheken arbeiten es hat die allgemeine Bevölkerung aber nicht.
00:23:46: also solche Beratungsleistungen halte ich für enorm wichtig.
00:23:50: der ganze Bereich der Polypharmazie der mir große Sorgen macht dass es häufig gar nicht mehr möglich ist dass die Ärztinnen wenn es sehr viele Fachärztin gibt überblicken was neben ihre Patienten alles das sind ja manche mal fünf, sechs, sieben Medikamente die zum Teil ja enorme Interaktionen untereinander haben.
00:24:11: Hier ein Monitoring zu machen, Zeiten der Apotheken genau zu beraten welche Interaktion könnten hier eine Rolle spielen und das unter Gender Sensibilität.
00:24:23: da liegt enormes Potenzial und was mich so freut ist dass es jetzt auch nicht nur für die Corona-Krippe Impfung sondern auch insgesamt eine Gesetzgebung gibt, das in den Apotheken mehr geimpft werden kann und auch soll.
00:24:38: Das halte ich für eine ausgesprochen gute
00:24:40: Entwicklung.".
00:24:41: Und abschließend würde mich natürlich auch interessieren welche Maßnahmen vor allem politischer Natur halten Sie denn für notwendig?
00:24:49: ja dass die apotheke vor Ort erhalten bleiben kann?
00:24:52: Ich bin ja mit vielem ernsthaft nicht einverstanden, was die aktuelle Gesundheitsregierung macht.
00:24:58: Auch gerade gesundheitspolitisch.
00:25:01: leider möchte ich sagen nicht weil ich mir große große Sorgen machen um die Zukunft unserer Versorgungslandschaft.
00:25:08: Ich halte das GKV Finanzstabilisierungsgesetz so wie es jetzt aus dem Kabinett gekommen ist für wirklich gefährdend für unsere Versorgungslandschaft.
00:25:20: Und ich glaube auch nicht, dass man so die GKV-Finanz stabilisiert, die man dringend stabilisieren muss.
00:25:25: Was aber wirklich gut fand ist das wir im Bundestag beschlossen haben, dass die Rolle der Apotheke vor Ort gestärkt wird eben auch durch die Maßnahmen, die wir gerade schon kurz rund um das Impfen und Beratungsleistungen angesprochen haben.
00:25:43: Ich halte es für zwingend notwendig, dass wir die Apotheke vor Ort stärken.
00:25:49: Ich weiß das es enorme Debatten gibt.
00:25:52: ich bin ja hier sehr gut im Kontakt auch mit örtlichen Apotheken wie es weitergeht mit sogenannten Zweikapotheken.
00:26:07: eine bedeutsame ist.
00:26:09: Ich glaube, dass da noch weitere Gespräche notwendig sind, dass man überlegt wie man diese Zweikapotheken so ermöglicht, dass sie trotzdem hochqualitativ arbeiten damit wir einfach eine flächendeckende Versorgung vor Ort stabilisieren.
00:26:25: nochmal gesagt aus meiner Sicht ist die Apotheke vor Ort ein enorm wichtiger Bestandteil einer guten niederschwelligen, bevölkerungsnahen Gesundheitsversorgung.
00:26:41: Frau Dr.
00:26:41: Kappert-Gondert, ich danke Ihnen für Ihre Zeit und hoffe natürlich dass die Apotheken weiter gestärkt werden!
00:26:49: Ich
00:26:49: danke Ihnen Frau Kamm auch das Sie diesen Schwerpunkt Frauengesundheit und globale Gesundheit gesetzt haben.
00:26:55: Ich freue mich darüber sehr ein sehr wichtiger Bereich der letztlich uns alle angeht und betrifft.
00:27:03: Vielen Dank der podcast für das apothekenteam.