PZ-Nachgefragt - für die Apotheke

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00:00:00: Also Einsamkeit kann jedem Treffen.

00:00:01: Einsamheit an sich ist ja erst mal auch nichts Schlimmes, schlimm wird es ja dann, wenn man da nicht wieder rausfindet.

00:00:30: Die Zahlen derer, die sich richtig einsam fühlen steigen und das gerade auch bei jüngeren Menschen.

00:00:36: Das Thema ist so relevant dass die Bundesregierung des Kompetenznetz Einsamkeit beauftragt hat und fördert um die Einsamkeitsstärke in den Fokus zurück und aus der Tabuzone zu holen.

00:00:48: Wir reden heute darüber mit unserem Gast Dr.

00:00:52: Martin Gibson Kunze vom Kompetenznetz, Einsamkeit.

00:00:56: Ich begrüße Sie ganz herzlich und freue mich sehr mit Ihnen sprechen zu können!

00:01:00: Frau

00:01:00: Weinhard hallo ich grüße sieben.

00:01:03: Warum ist Einsamkeit überhaupt ein zunehmendes Problem in unserer Gesellschaft?

00:01:11: Die Forschung zeigt die indifferenziertes Bild.

00:01:14: Langfristig sehen wir in Deutschland gar keinen kontinuierlichen Anstieg von Einsamkeiten.

00:01:19: Barometer untersuchen wir die Entwicklung der Einsamkeitsbelastungen seit den neunziger Jahren auf Grundlage repräsentativer Bevölkerungsdaten und hier haben wir gesehen, dass bis zur Corona-Pandemie die Zahlen sogar leicht zurückgingen mit Corona die ja deutlich an, sind aber wieder zurückgegangen über die Gesamtbevölkerung bei bestimmten Gruppen allerdings nicht so schnell wie bei anderen Gruppen und auch nach wie vor über dem Niveau wie vor der Pandemie.

00:01:45: Aber gleichzeitig ist es schon auch so dass wir das als gesellschaftliches Problem stärker wahrnehmen, dass sie schon so vier Gründe sind aus meiner Sicht irgendwie könnte man da anführen.

00:01:57: Also erstens, ich glaube wir wissen jetzt einfach mehr wie belastend und welche Folgen Einsamkeit hat.

00:02:02: also die Datenlage ist deutlich besser.

00:02:05: Die Corona-Pandemie zweitens, die ich gerade schon gesagt hatte, die wirkte schon so ein bisschen als Katalysator und hat quasi auch gezeigt wie verletzlich auch gute soziale Beziehungen sind.

00:02:14: Drittens ist auch in Deutschland, wir sind ja da international eigentlich auch ein guter Gemeinschaft.

00:02:20: Also andere Länder haben Ministerien oder auch viele Aktionspläne die Weltgesundheitsorganisation OECD legen quasi alle so einen Schwerpunkt auf dieses Thema.

00:02:29: und viertens ist es aber schon auch so dass gesellschaftliche Entwicklungen dieses Thema auch weiter den Fokus rücken also flexibler Werbsbiografie mehr Singlehaushalte demographischer Wandel Genau, ich würde schon sagen es ist kein neues Phänomen.

00:02:44: Wir kennen das aus der Praxis.

00:02:46: Neues aber dass es halt als relevantes Thema wahrgenommen wird.

00:02:49: Und gibt es jetzt Altersgruppen weil sie von der Pandemie sprachen die das da ganz besonders betroffen hat und die das vielleicht auch noch eher trifft?

00:03:01: Auch die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten aus der Forschung.

00:03:05: also lange galt ja vor allem das hohe Alter als Risikofase Aber mittlerweile auch aus dem Einsamkeitsbarometer und vielen anderen Studien, dass Einsamkeit besonders auch Menschen in jungen Alter trifft.

00:03:17: Aber auch in jedem Alter.

00:03:19: Also entscheidend ist aus meiner Sicht eigentlich gar nicht so sehr das Alter selber sondern die jeweilige Lebensphase und Lebenslage.

00:03:25: also es ist eher eine Frage vom Lebensalter sondern vom Lebenslauf.

00:03:29: Es hat dann was mit Umbrüchen zu tun bei Kindern und Jugendlichen.

00:03:33: Das ist auch eine Gruppe, die mit der Corona-Pandemie besonders vorgetreten ist.

00:03:36: Es hat tatsächlich auch in der Einsamkeitsforschung viele überrascht, weil sie bisher gar nicht so auf dem Schirm waren.

00:03:42: und das geht schon bei Kindern los.

00:03:44: und hier ist es ja für einen so Zugehörigkeit Freundschaften-, Peerbeziehungen Eine gute Beziehung und unterstützende Beziehungen zu Fachkräften, zur Lehrkräftin, zur Bezugsperson im Kindergarten.

00:03:55: Und das ist quasi so ein Punkt, dass man ja bei Schulschließungen gar nicht berücksichtigt, dass das ein Punkt ist.

00:04:01: Mobbing, belastende familiären Situationen oder aufgrund von Armut spielen natürlich auch mit eine Rolle.

00:04:07: Und dann bei jungen Erwachsenen sind es halt insbesondere so Übergänge wie der Auszug aus dem Elternhaus sich verändernde soziale Beziehungen die sich neu definieren müssen, Ausbildung, Berufseinstieg und gerade hier sind auch die Einsamkeitsbelastung während der Corona-Pandemie besonders stark angestiegen weil Maßnahmen quasi so stark direkt haben auf dieses soziale Beziehungen.

00:04:29: Und hier sehen wir auch bei Kindern und Jugendlichen, auch bei jünger Wachsinnen das die Normalisierung quasi langsamer ist als bei älteren Menschen.

00:04:36: Bei mittleren Erwachsenen alter sind es Themen wie Trennung, berufliche Belastung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kehrarbeit ja also nicht nur die eigenen Kinder aber auch pflegende Angehörige sind wichtig.

00:04:48: und dann kommen diese älteringen Menschen und das sind so, ich weiß nicht so ab.

00:04:54: Hier spielen halt so ruhig dann gesundheitliche Einschränkungen, dadurch nachlassende Mobilität oder Verlust von da stehenden Menschen eine Rolle.

00:05:03: Und im Grunde sehen wir hier im Barometer aber auch in vielen anderen Studien so eine U-Verteilung.

00:05:06: also es gibt relativ große Belastungen im jungen Lebensalter und dann geht's ein bisschen zurück und dann steigt sie wieder an.

00:05:14: Ja

00:05:15: Also kann quasi jeden betreffen und an sich ist aber auch wichtig.

00:05:18: Also Einsamkeit kann jedem treffen.

00:05:20: Einsamigkeit an sich ist ja erst mal auch nichts Schlimmes.

00:05:22: Schlimmen wird es dann, wenn man da nicht wieder rausfindet.

00:05:25: Da kommen wir vielleicht auch gleich nochmal

00:05:26: drauf.

00:05:26: Es gibt ja verschiedene Arten von Einsamkeiten.

00:05:29: Sie haben gerade schon gesagt, jeder Mensch fühlt sich kurzfristig einsam.

00:05:35: Wann wird das denn relevant?

00:05:37: Und dann unterscheiden Wissenschaftler ja auch noch die soziale von der emotionalen Einsamkeit.

00:05:44: Können Sie da sowas

00:05:45: sagen?

00:05:46: Ich würde vielleicht sogar mal einen kurzen Schritt zurückgehen und besprechen, also was wir unter Einsamkeiten eigentlich generell verstehen so in der Forschung verstehen wie unter Einsammenkeits quasi diese wahrgenommenen Diskrepanz zwischen den gewünschten und tatsächlichen sozialen Beziehungen.

00:06:01: Also das eine, das ist so mit die andere Kante zu defensoren.

00:06:03: Es gibt natürlich noch mehr können sich hervorstellen.

00:06:07: also es geht aber dabei nicht darum quasi wie viele Menschen objektiv um einen herum sind sondern ob die vorhandenen Beziehungen den eigenen Bedürfnissen entsprechen.

00:06:16: Das ist quasi deshalb das Einsamkeit ja auch nicht mit allein sein, gleichzusetzen.

00:06:20: Man kann in Anführungszeichen auch sehr gut in Gemeinschaft einsam sein und dann werden eben verschiedene Formen unterschiedend emotional und soziale und da haben sie ja gerade schon die beiden wichtigsten Form auch genannt.

00:06:34: es gibt auch noch andere kulturelle oder existenzielle Einsamkeiten und eben die emotionale Einsamkeits geht auf weiß zurück die Unterscheidung dass besonders enge Bezugspersonen fehlen.

00:06:47: Also jemand, mit dem man Sorgenfreunde in Alltag teilen kann und das ist quasi die Familie insbesondere und das dann halt nach einer Trennung oder dem Verlust seiner Partnerinnen und Partner besonders relevant.

00:07:00: Und gegen dann eben die soziale Einsamkeit ja quasi so einen Fehlen von einem tragfähigen sozialen Netz beschreibt, das Gefühl quasi nicht richtig dazu zu gehören.

00:07:10: Das war im Freundeskreis der Nachbarschaft oder am Arbeitsplatz.

00:07:14: Und diese beiden Formen, das ist auch das Interessante, können quasi unabhängig voneinander auftreten.

00:07:18: Also man kann viele Menschen um sich herum haben und sich trotzdem emotional einsam fühlen.

00:07:23: Umgekehrt kann man in einer klüblichen Partnerschaft leben und sich sozial einsamt fühlen wenn eben die Freundschaften fehlen.

00:07:30: also diese unterschiedlichen Ursachen machen dass eben machen diese Unterscheidungen auch wichtig.

00:07:33: Weil fehlt eben die Engelbeziehung und mal das Gefühl Teil der Gemeinschaft zu sein.

00:07:38: Welche Folgen hat denn jetzt Einsamkeit?

00:07:41: zum einen für den einzelnen Menschen?

00:07:43: und aber auch für die Gesellschaft.

00:07:46: Das ist also diese Frage auch immer ganz wichtig, weil sie betrifft ja im Grunde auch warum beschäftigen wir uns überhaupt mit Einsamkeit?

00:07:54: Richtig!

00:07:55: Und das ist ja.

00:07:55: Einsamheit ist zwar hatte ich eben gesagt es ein subjektives Gefühl wie ich meine Beziehungen wahrnehme Aber die Folgen reichen das hatten Sie schon angedeutet der weit über die Personen hinaus.

00:08:05: und das ist so lange wurde ja Einsammkeit vor allem als Folge von gesundheitlichen und sozialen Problem verstanden.

00:08:13: So, ich werde krank, kann nicht mehr aus meiner Wohnung raus und deswegen vereinsame ich quasi.

00:08:18: heute zeigen aber zahlreiche Studien das ist mittlerweile recht gut belegt dass insbesondere chronische Einsamkeit auch eine Ursache für gesundheitliche Anstrengungen sein kann.

00:08:28: da wird genannt Depression, Angststörung Schlafprobleme höhere Sterblichkeit und es halt insgesamt chronische einsamkeit negativ auf sich auf unsere Wohlbefinden auswirkt.

00:08:38: Es beeinflusst aber auch unser Soziales quasi, weil wie wir die Welt waren in unserer Denken und Verhalten.

00:08:43: Menschen, die dauerhaft einsam sind ziehen sich zurück, vertrauen anderen weniger, nehmen soziale Beziehungen eher kritisch wahr.

00:08:51: Und dadurch entsteht ja auch so ein tolles Kreis der die Einsamkeit dann auch wieder verstärkt.

00:08:56: Genau und gleichzeitig hat Einsamkeiten auch die gesellschaftliche Folgen.

00:09:00: also wenn man sich nicht mehr Teil dieser Gemeinschaft fühlt, dann leidet der soziale Zusammenhalt und das zeigen Studien mittlerweile hier auch recht gut Diese Zusammenhänge zwischen chronischer Einsamkeit und einer geringeren gesellschaftlichen politischen Teilhabe, weniger Vertrauen in die politischen Institutionen wie Polizei, Parteien

00:09:16: usw.,

00:09:19: dass man sich weniger fürs Gemeinwohl einsetzt.

00:09:21: Also die Wahlbereitschaft singt, die quasi bereitschaftlich auch Verschwörungsideologien hinzugeben steigt Und hinzu kommen auch wirkswirtschaftliche Kosten, stärkeren Anspruchnahme vom Gesundheitssystem.

00:09:33: Das ist auch etwas was uns immer mal wieder von Pflegediensten rückgespiegelt wird das jetzt in den Feiertage quasi der Hausnotrufknopf aus einer sozialen Notlage und nicht erst einmal medizinischen Notlage getätigt wird.

00:09:45: Ja!

00:09:46: Es ist ja ein System aber gar nicht eingepreist.

00:09:49: Deswegen ist es insgesamt schon so, dass Einsamkeit zwar ein individuelles Gefühl ist aber kein privates Problem.

00:09:56: Und noch hinzukommt das... Es gibt ja nicht mehr so viele Tabuthemen, aber Einsamkeiten sind immer noch ein Tabuthema.

00:10:05: also Menschen ist das irgendwie auch unangenehm sich da quasi in Anfungszeichen zu outen, dass sie sich einsamt fühlen.

00:10:13: Wie kann das denn gelingen?

00:10:15: Menschen zu einem offensiveren Umgang mit Einsamkeit zu bewegen, dass das einfach auch wirklich ein Thema wird.

00:10:22: Ja, dass man anspricht ohne dass einem das irgendwie unangenehm ist weil man meint Das dürfen Menschen nicht haben.

00:10:30: also diese thema schaben und die Stigmatisierung von Einsamkeiten ist wirklich ein großes Problem.

00:10:34: ja Man sieht ja das den menschen nicht an dass sie einsam sind Aber das kann man schon außen nicht sehen.

00:10:40: gleichzeitig betrifft es einfach sehr viele Menschen Und Das wissen wir auch aus qualitativen Forschungen mit Betroffenen, nehmen Einsamkeit so als persönliches Versagen wahr.

00:10:51: Und das ist quasi eine normale menschliche Erfahrung Und es fällt quasi leichter drüber zu sprechen, wenn's nicht so stigmatisiert und schambehaftet wäre.

00:11:01: Es wurde in letzter Zeit viel gemacht.

00:11:03: Es gibt Kampagnen, Aktionswochen, öffentliche Diskussionen die dazu beitragen schon Einsamkeit sichtbarer und besprechbarer zu machen und Vorurteile abzubauen.

00:11:11: Und das ist glaube ich schon ganz wichtig weil ja dieses Besprechbarmachen der erste Schritt ist um etwas zu verändern an der Situation.

00:11:18: Das richtet sich an die Betroffenen selber.

00:11:21: Gleichzeitig müssen aber auch Menschen sensibilisiert werden.

00:11:24: andere Menschen treffen Fachkräfte in Kindertagesstätten, Schulen, Arztpraxen und Betrieben, Pflegeeinrichtungen.

00:11:31: Dass dort Einsamkeit quasi mitgedacht wird und Betroffene auch angesprochen werden.

00:11:35: Ja also diese Scham ist auf beiden Seiten so von den Betroffenen selber aber auch von denen die es vielleicht wahrnehmen.

00:11:42: Also die Enttabuisierung sollte nicht bei den Betroffenen nicht nur beginnen sondern auch bei den Menschen ihn begegnen.

00:11:48: Das ist ja auch für Apotheken-Teams total wichtig.

00:11:51: Also die sind ja auch total viel in Kontakt mit Menschen, dass man eben das tatsächlich auch mitdenkt und vielleicht überlegt wie kann man an der Stelle auch Dinge einfühlsam ansprechen?

00:12:05: Ja, das ist ja gar nicht so einfach weil man ist dann gleich in so einer Situation, was soll ich denn da jetzt machen?

00:12:11: Ich kann da jetzt nicht helfen oder... Genau!

00:12:14: Gibt es denn irgendwelche Tipps, wie man sowas ansprechen kann?

00:12:21: Klar ist erstmal jeder Einzelner von uns keine etwas gegen Einsamkeit tun.

00:12:29: Man hat Angst das anzusprechen weil auch diese kleinen Gesten quasi die Wirkung kleiner Gesten unterschätzt wird.

00:12:36: Das einfache Gespräch mit der Nachbarin und dem Nachbarn Anruf bei alten Freunden oder Einladungen.

00:12:41: Nicht einfach nur schreiben, sondern auch mal anrufen oder diese gute alte Praxis vorbeizugehen.

00:12:47: Der Mut selbst den ersten Schritt auf andere zuzugehen und nicht zu warten.

00:12:51: Routinen sind irgendwie wichtig und wenn Einsamkeit dauerhaft belastet sollte man sich aber auch quasi professionelle Unterstützung holen oder die auch anraten.

00:12:59: Aber eben diese kleinen Gesten machen glaube ich schon viel aus Und gleichzeitig ist es aber auch zu kurz gegriffen, quasi Einsamkeit als Aufgabe von Einzelnen zu sehen.

00:13:08: Es gibt einfach Lebenslagen und Lebenssituationen, da ist die Wahrscheinlichkeit dass sich Vereinsame sehr hoch ist.

00:13:13: Da können dann die Menschen selber gar nichts dafür.

00:13:15: Das hat etwas mit Rahmenbedingungen zu tun.

00:13:17: Gibt es Orte der Begegnung?

00:13:19: Auch in Apotheken?

00:13:19: wie viel Zeit hat man eigentlich mit den Menschen zu... zu sprechen.

00:13:25: Es gibt so Orte der Begegnungen, wie niedrigschwellig sind die?

00:13:28: Wie konsumarm sind sie auch?

00:13:30: Wir wissen einsamkeit ist stark mit Armut zusammen und Teil habe kostet natürlich Geld.

00:13:34: also es ist einfach wichtig soziale Beziehungen sind kein Naturgewächs.

00:13:39: Also gute soziale beziehung.

00:13:40: Die entstehen nicht einfach wenn man irgendwie Menschen in ein Raum steckt sondern schon trauen irgendwie Gelegenheiten für uns Strukturen und deswegen ist es schon wichtig dass Orte eben so gestaltet werden, an denen Menschen sich begegnen können.

00:13:52: Und

00:13:53: welche Zielsetzung verfolgt jetzt das Kompetenznetzeinsamkeit und welche Angebote gibt es da auch für Menschen?

00:14:00: Genau!

00:14:00: Sie hat mir schon gesagt – uns gibts mittlerweile schon seit Ende des Jahrhunderts einundzwanzig gefördert mit Mitteln des Bundesfamilienministeriums – unser Ziel ist eigentlich, Wissen über Einsamkeit zu bündeln, Forschung, Politik und Praxis miteinander zu vernetzen und dazu beitragen, dass Einsamkeiten in Deutschland quasi... adressiert wird.

00:14:19: Ja, dazu gehören wissenschaftliche Analysen wie das Barometer aber nicht nur wir haben auch andere Studien selber gemacht oder und verweisen auch andere Bündeln vorhandenes Wissen.

00:14:28: Wir machen öffentliche Veranstaltungen, wir machen aber auch so Weiterbildungen oder beraten auch Akteure.

00:14:33: Und wir haben auch Angebote für betroffene Menschen also auf unserer Internetseite, aber auch dann für Experten.

00:14:38: Da kann man dann auch gut darauf verweisen wenn man mal andere anspricht.

00:14:41: Wir haben bundesweite Angebote die quasi rund um die Uhr irgendwie erreichbar sind.

00:14:46: Aber auch eine Angebotslandkarte, wo ich mit Postweitsdalen suche... sich Angebote in der Nähe suchen kann.

00:14:52: Das überarbeiten wir jetzt nochmal, um das noch ein bisschen niedrigschwelliger und besser zu machen.

00:14:57: Und ich sehe tatsächlich schon vielleicht so im Rückblick auf diese letzten Jahre, dass mittlerweile die dritte oder vierte Aktionswoche die fünfte Konferenz gegen Einsamkeit im Sommer Und mich beeindruckt das schon tatsächlich, wie viele Menschen und Organisationen sich inzwischen bundesweit engagieren.

00:15:14: Bundesweit auf Landesebene aber ins Grunde auch in den Kommunen und dort ist es ja wichtig vor Ort.

00:15:18: Also die konkreten Maßnahmen müssen ja eigentlich doch vor Ort umgesetzt

00:15:22: werden.".

00:15:22: Das klingt echt sehr wertvoll!

00:15:25: Wie kann jetzt jeder Mensch dazu beitragen, die Welt ein bisschen weniger einsam zu machen?

00:15:30: Ich habe das eben schon mal gesagt und das ist so eine Learning für mich selber, diese kleinen Gesten mit Menschen tatsächlich zu sprechen, ja.

00:15:40: Dieses kurze Gespräch oder dieser Anruf wenn man mal Zeit hat eben das Telefon vielleicht auch aus der Hand oder ans Ohr zu nehmen und nicht vor den Kopf um mit Menschen zu sprechen mit Nachbarn.

00:15:50: Das macht glaube ich schon wirklich sehr viel aus und eben so ein bisschen einen Blick dafür zu bekommen ob Menschen hier einsam sind und damit vielleicht auch ein Problem haben.

00:15:58: es gibt ja auch Menschen die haben da mit keinem Problem.

00:16:01: Denke jetzt damit, die sind damit fein.

00:16:03: aber ich glaube diese kleine Geste ist schon etwas wo wir selber vielen bewirken könnten.

00:16:09: Ja, da fällt mir noch ein das auch nochmal auf die Apotheken zu kommen.

00:16:15: Das ist ja wirklich auch so'n Ort wo viele Menschen hingehen weil sie da auch einen sozialen Austausch haben spricht ein bisschen auch gegen den Versand von Medikamenten wo man mit Glück den Paketboden gerade mal noch von hinten sieht und in der Apotheke vor Ort eben einfach den Riesenvorteil hat dass man neben der professionellen Beratung Versorgung mit Medikamenten einfach auch nochmal einen sozialen Austausch hat.

00:16:42: Also das ist einfach, bei dieser Thematik glaube ich ein ganz wichtiger Punkt.

00:16:47: Total!

00:16:48: Ich erinnere mich da gerade um es noch zu bestellen an einem Interviewausschnitt wo eine einsame ältere Dame gesagt hat dass diese Besuche in der Apotheke oder auch bei Arztpraxen einer der wenigen Kontakte sind die sie haben und die gehen dann natürlich auch gerne dorthin.

00:17:04: Da sind diese Orte wirklich wichtig.

00:17:06: Ja, Herr Gibson-Kunze ich bedanke mich ganz herzlich für das gute Gespräch bei Ihnen.

00:17:12: Vielen Dank!

00:17:13: Hat mir Spaß gemacht.

00:17:14: Alles

00:17:14: Gute!

00:17:15: Danke, das wünsche ich Ihnen auch.

00:17:21: Tschüss!

Über diesen Podcast

Die PZ ist die Fachzeitschrift für die Apotheke mit aktuellen Themen aus Gesundheitspolitik, Pharmazie und Medizin. Der PZ-Podcast „PZ Nachgefragt“ bietet einmal wöchentlich einen besonderen Einblick in ein Thema, das die Apothekenwelt bewegt.

von und mit Pharmazeutische Zeitung

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