PZ-Nachgefragt - für die Apotheke

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00:00:00: Das andere ist die Ausgabenseite.

00:00:01: Und da hat ja vor allem dieses Gesetz, ich sage, Axt angelegt.

00:00:05: Es ist wirklich eine Art und Weise wie ich es bisher noch nicht erlebt habe, dass innerhalb kürzester Zeit ein massives Einspargesetz durch die Legislative gepeitscht wird – das ist fast beispiellos!

00:00:21: Herzlich willkommen bei PZ nachgefragt, dem Podcast der pharmazeutischen Zeitung.

00:00:26: Mein Name ist Paulina Kamm und ich bin Teil der pharmizeutische Zeitung in Berlin im Ressort Politik & Wirtschaft.

00:00:33: Mein heutiger Gast ist Artisch Gürpina.

00:00:36: Seit Jahrzehnteinundzwanzig ist er stellvertretender Parteivorsitzender der Linken.

00:00:40: In der Gesundheitspolitik setzt er sich für mehr Solidarität und Progressivität ein.

00:00:45: Insbesondere möchte er die Apotheke vor Ort stärken.

00:00:48: Vielen Dank, dass Sie sich heute Zeit nehmen Herr Köpiner!

00:00:51: Sehr gerne!

00:00:51: Die erste Frage liegt für mich ein bisschen auf der Hand.

00:00:55: Endlich gab es eine Fixumserhöhung aber auch eine Erhöhungen des Kassenabschlags.

00:01:00: Politischer Hohn oder einfach ungünstiges Timing?

00:01:03: Was sagen sie?

00:01:05: Beides so ein bisschen... eine Tasche, andere Tasche.

00:01:10: Aber ich glaube das ist fixum nach dem langen Kampf der Apothekerinnen und Apothekern.

00:01:16: Das Hauptding ist ja auch finanziell tatsächlich wirksam trotz des Apothekenabschlags.

00:01:21: aber im Zuge dieses Kalschlags im Gesundheitswesen mit der jetzigen Reform die letzte Woche beschlossen wurde war es dann glaube ich den Regierenden nicht möglich, um wie zu sagen beim Apotheken machen wir nichts.

00:01:36: Und deswegen ist es zwar linkerhand eine Tasche an der Tasche aber es gab trotzdem Verhältnismicht in anderen Bereichen wo hart gekürzt wurde und glaube ich noch nicht absehbar ist was für Folgendes hat.

00:01:47: Hat die Apotheke in dem Fall zumindest vergleichsweise wenig getroffen?

00:01:52: Trotzdem finde ich's falsch.

00:01:54: Aber wie gesagt, im Vergleich zu dem was sonst noch alles in diesen sogenannten Beitragstabilisierungsgesetzes drin war ist es vielleicht etwas das weniger zur Buchschläge als wir anbereichen.

00:02:05: Quasi noch Glück im Unglück?

00:02:07: Schon absurd was passiert und auch absurd dass das Fixum versprochen wird und dieser Apothekenabschlag dann irgendwie durch die Hintertür in einem großen Gesetz dann trotzdem natürlich bei den Apothekern dann trotzdem durchgedrückt wird.

00:02:24: Aber wie gesagt, es passiert gerade so viel Schlimmes im Bereich des Gesundheitswesens – da war das tatsächlich auch gar nicht in den letzten Wochengebischen.

00:02:32: ehrlich zu der Hauptschwerpunkt, den wir angegriffen haben als

00:02:36: Opposition."

00:02:39: Das hatte ich im Einspann schon gesagt, fordert mehr Solidarität im Gesundheitswesen.

00:02:44: Was bedeutet das aus Ihrer Sicht ganz praktisch für die Apotheken?

00:02:48: Wären Sie Gewinner oder Verlierer Ihrer Gesundheitspolitik?

00:02:52: Wir werden auf jeden Fall eine andere und wichtigere Weise einbezogen.

00:02:57: Wir wollen im Gesundheits- wesen so stärken dass es gesamte Netzwerk im Gesundheitsbereich besser funktioniert.

00:03:07: Die gesamten Player spielen ihre Rolle, die Patientinnen und Patienten besser versorgen zu können.

00:03:16: Und da spielen die Apotheken als niedrigschwelliges Angebot.

00:03:22: im Gesundheitswesen natürlich eine entscheidende Rolle.

00:03:24: Es gab in der Vergangenheit Modellprojekte, wo die Apotheken auch besser einbezogen wurden – das sogenannte Amin-Projekt jetzt als Beispiel.

00:03:34: Dort gab es sozusagen eine bessere Vernetzung zwischen Ärztinnen und Ärzten von Apothekern, wo auch die Kompetenzen der Pharmazeutinnen und Pharmazeuten einbezogen wurde.

00:03:44: Ich finde, dass passiert nur auf einer geringe und zu geringer Art und Weise im jetzigen System.

00:03:51: Und deswegen würde ich sagen, wäre es natürlich ein Gewinn auch für der Pothekerinnen oder Potheke?

00:03:57: Das GKV Finanzstabilisierungsgesetz wird ja vielerseits inklusive von Ihnen als Spargesetz zulasten der Versorgung empfunden.

00:04:07: Wo sehen Sie die größten Fehlanreize im heutigen Finanzierungssystem und wie würden sie diese beseitigen?

00:04:14: Versucht zu trennen in Einnahmen und Ausgabenproblemen, dann gibt es auf der Einnahmeseite ein riesiges Problem bei diejenigen, die in dieser Gesellschaft sehr viel haben.

00:04:27: Die werden so gut wie gar nicht ins Solidarische Fernsehung des Gesundheitswesens anbezogen.

00:04:32: Also wenn du viel Geld hast, kannst du dich aus den gesetzlichen Versicherungen entziehen.

00:04:40: Wenn du viel Geld hast, wirst du prozentual weniger einbezogen als wenn du durchschnittlich oder schlecht verdienst.

00:04:46: Durch die sogenannte Beitragsmessungsgrenze und die Versicherungspflichtgrenze sind sozusagen die Hebel, die das bewirken.

00:04:51: Erst bewirkt wiederum dass zum Beispiel Abgeordnete nicht einzahlen müssen also diejenigen die darüber entscheiden.

00:04:57: sie müssen nicht einzahlen Und wenn du eben diejenigen nicht berücksichtigt sie sehr viel haben dann bekommt das ganze System eine Schieflage.

00:05:07: Dazu kommt noch, dass die, die sehr viel haben und sich privat versichern können, häufig in dieser Gesellschaft auch diejenigen sind, die gesünder sind.

00:05:15: Also wer reich ist, er lebt ja noch gesund.

00:05:18: so ungerecht ist diese Welt, in der wir leben Und wir sagen Wir müssen sozusagen diese Einnahmen Situation deswegen verändern, dass alle einbezogen werden, das alle Vermögen einbezogen werden oder damit wir dieses Gesundheitssystem auf eine gute und feste stabile Säule stellen.

00:05:34: Das andere ist die Ausgabenseite Und da hat ja vor allem dieses Gesetz, wie ich sage, Axt angelegt.

00:05:41: Das ist wirklich eine Art und Weise, wie bisher noch nicht erlebt habe dass innerhalb kürzester Zeit ein massives Einsprachgesetz durch die Legislative gepeitscht wird.

00:05:51: Es ist fast beispiellos.

00:05:54: Spannend ist das... bestimmte Bereiche unberücksichtigt bleiben oder fast unbrücksichtig bleiben.

00:05:59: Also ich nenne mir die Pharma-Konzerne als Beispiel, die nur auf geringe Art und Weise einbezogen werden, die aber immer mehr der Ausgaben ausmachen also als Beispiel für neue patentgeschützte Arzneimittel.

00:06:11: Ich habe mich die Kosten in den letzten fünfzehn Jahren verfünftig wacht.

00:06:16: Das ist schon einfach absurd weil eben die Phama Konzerne da vor allem zu Beginn Fantasiepreise abrufen können.

00:06:24: Und da hat es die Lobby geschafft, auch im Gesetzesverfahren trotz dieser kurzen Zeit noch bei der Regierung und bei den Koalitionsfraktionen gehört zu finden.

00:06:31: So dass sozusagen die Einschnitte für sie weitgehend ausbleiben oder sehr gering ausfallen.

00:06:36: Insgesamt funktioniert das System falsch vor allem in der stationären Versorgung.

00:06:40: nehmen wir als Beispiel die sogenannten Fallpauschalen, das in den Krankenhäusern nach Fällen behandelt wird und nicht nach Bedarf.

00:06:48: Das heißt, dass die Krankenhäuser dazu gezwungen sind, möglichst viele Fälle zu machen und das hat teilweise zur Folge dass notwendige Operationen mit bändigen Behandlungen ausbleiben weil sie eben wenig finanziert werden.

00:07:02: auf der anderen Seite aber es sind dann die berühmten Hüften und Knie usw.

00:07:07: und sofort Operationen stattfinden, die für den Patienten oder die Patientinnen gar nicht unbedingt notwendig sind, die aber eben Geld bringen, sogenannte Cash-Cows nennt man deren glaube ich.

00:07:17: und diese Fehlfinanzierung Die sollte man angehen, die müsste man angeh'n.

00:07:22: Die geht die Regierung nicht an, davon verweigert sich die Regierung und das sind sozusagen diese jetzt doch ein bisschen länger in der Einnahmsituation und in der Ausgärmsituation Punkte, die angegangen werden müssten aber nicht angegangen werde.

00:07:34: Dadurch als alles andere gekürzt wird, würde es einfach zu einer wirklichen Verschlechterung der Versorgung in Zukunft.

00:07:40: Und wenn sie Regierungspartei wären wie würden Sie diese Fehlernreize beseitigen?

00:07:46: Also auf der einen Seite ist Einigermaßen simpel, wir wollen das alle in die gesetzliche Versicherung einzahlen.

00:07:53: Wir wollen dass auch andere Vermögen-Einkommensarten vor allem einbezogen werden.

00:07:58: also es momentan sind Renditeeinnahmen, Mieteinnahme solche Einnahmen die übrigens auch vor allem reichere Menschen erhalten.

00:08:07: Die werden gar nicht berücksichtigt und wir wollen unsere massive Erhöhung.

00:08:14: Perspektive ist die Abschaffung der Beitragsvermessungsgrenze und der Versicherungspflichtgrenze.

00:08:19: Die Werte liegen momentan bei fünftausend neunhundert Euro im Broteinkommen, beziehungsweise bei der Versicherungsplichtgrenze ich glaube bei sechstausendsundfünfhundert.

00:08:28: Wir hatten mal juristisch evaluiert... Was quasi möglich wäre unmittelbar und die Reden von der Verdopplung, also bei € Fifteen Tausend Euro.

00:08:37: Das wäre ohne weiteres möglich diese Grenzen so anzuheben, dass alle Dienigen die € Fiftentausend oder mehr im Monat verdienen.

00:08:44: Auch Beamte eben auch Abgeordnete, dass die in die gesetzlichen Versicherungen einzahlen.

00:08:49: Dagegen sperren sich natürlich.

00:08:51: die Privatversicherung ist irgendwie logisch.

00:08:53: aber diesen Widerstand den würden wir halt in Kauf nehmen damit wir ein Versicherungssystem haben was funktioniert und das für alle funktioniert.

00:09:01: Und das andere ist sozusagen die Neuaufstellung auf der Ausgabenseite, in dem wir von den Fallpauschalen wegkommen.

00:09:13: Ich rede jetzt nicht von sozialistischen Fantasien.

00:09:15: Es gab bis in die achtziger Jahre auch in Westdeutschland die bedarfsdeckende Versorgung.

00:09:21: Da wurden die Krankenhäuser danach bezahlt was nötig war und eben nicht nach den Fällen, die sie gemacht haben.

00:09:29: Dieses System gab es also schon mal, man könnte das natürlich reformiert.

00:09:33: Könnte man das wieder anwenden?

00:09:35: Und die Fehlanreize damals waren weitaus geringer als die Fehlanreize heute.

00:09:38: Ich bringe immer das sehr einfache Beispiel dem Vergleich zur Polizei in der Feuerwehr.

00:09:43: Niemand fährt mehr auf den absurden Gedanken, die Feuerwehr nur dann zu bezahlen wenn's brennt!

00:09:50: Das würde auch, glaube ich einen sehr großen Fehlernreiz bei der Feuerwehr zufolge haben.

00:09:54: Sondern die müssen sozusagen auch existieren, wägen Personal und so weiter vorhalten wenn es nicht brennt.

00:10:01: Genau dieser Vergleich geht natürlich auch in den Kliniken.

00:10:04: Man muss die Klinik so ausstatten dass sie bedarfdeckend agieren können Auch im Notfallsituationen, auch in pandemischen Situationen gesundheitlich ausreichend versorgen können.

00:10:18: Das ist gegenwärtig nicht mehr gegeben, weil sie quasi nur für die Fälle finanziert werden, die auch wirklich kommen und dann auch noch ungerecht bestimmte Fälle die weniger Geld bringen, die weniger planbar sind während andere Fälle eben wie gesagt Hüftenknie und so weiter.

00:10:34: Und sofort die das Geld bringen und dafür sich die Kliniken auch ausrichten.

00:10:38: Das muss man einfach ändern.

00:10:39: Es ist enderbar.

00:10:40: also es gab schon mal in Westdeutschland Und wir müssen dahin kommen, dass auch das Gesundheitssystem eben bedarfsdeckend finanziert wird und auch bedarfsteckend Arbeit ist.

00:10:51: Das hört sich ja auch so an als würde es dann auf die Resilienz des Gesundheitswesens einzahlen?

00:10:56: Ja

00:10:57: ich bin gerade im Gesundheitsausschuss und bin aber auch in der Enquete zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie.

00:11:03: Da wird man wirklich verrückt wenn du auf der einen Seite die ganze Zeit auch gemeinsam zumindest mit den demokratischen Fraktionen feststellst, dass es schon ganz sinnvoll war in der Corona-Pandemie.

00:11:15: Dass dort für Notfalle Sachen vorgehalten werden, Betten vorgehaltend werden beschäftigte Pflegekräfte vorgehalten werden, die jetzt nicht die ganze Zeit völlig unter Strom arbeiten.

00:11:27: So das ist sozusagen eine allgemeingültige Feststellung als Erkenntnis aus der Pandemie.

00:11:32: so und gleichzeitig wird im Gesundheitsausschuss die größte Einschnitt im Gesundheitswesen also mindestens seit zwanzig Jahren ich würde sagen schon länger sogar durchgesetzt.

00:11:43: Ich weiß gar nicht wie es in den Köpfen von SPD und CDU CSU funktioniert.

00:11:47: In meinem Kopf macht es überhaupt keinen Sinn.

00:11:50: Um noch mal aufs GKV-Gesetz zu kommen, das Bundesverfassungsgericht hat Ihren Eilantrag ja abgelehnt.

00:11:57: Wurden Ihnen da eigentlich Gründe genannt?

00:11:59: Ich konnte im Internet keine finden.

00:12:01: und wie geht es jetzt weiter?

00:12:04: für die Linkspartei natürlich speziell?

00:12:06: Tatsächlich hatten wir also bei der Info von unserem Anwalt hatte dass direkt am Freitag noch eine Begründung geben soll.

00:12:16: Die gab es auch nicht, also ich habe sie zumindest heute heute mal nachgeschaut und noch nicht gesehen.

00:12:21: Es ist aber durchaus üblich dass in der Begrundung erst später nachgereicht wird.

00:12:24: Sie mussten ja auch innerhalb kürzester Zeit entscheiden.

00:12:27: Ehrlicherweise gehe ich so ein bisschen davon aus das sie deswegen so entschieden haben weil sie in einem anderen Fall an dem wir uns auch orientiert haben.

00:12:36: Das heißt Heimann-Fall da hatte dann Abgeordnete der Union vor drei Jahren gegen das Gebäudeenergiegesetz oder die Verhandlung und Abstimmung über das Gebärdeenergie-Gesetz in der damaligen Ampelkollektion geklagt.

00:12:51: Und im Allverfahren recht bekommen, aber das Hauptverfahren stand noch aus beziehungsweise das Ergebnis des Hauptverfahrens wird glaube ich in der nächsten Woche also ohne Gewehr bei meines Wissens eine nächste Woche verkündet.

00:13:03: Ich gieße ein bisschen davon aus dass sie da ein abschlägiges Ergebnis im Hauptverfang auch haben und deswegen eben die Verfahren die von mir aber auch von Stam angestrengt wurden, dass die deswegen schon Abschläge beschehen wurden.

00:13:16: Alles ohne Gewähr!

00:13:17: Ich habe keine Einsicht, ich habe die Begründung noch nicht, aber es würde mich jetzt nicht wundern wenn sie da schon bis wussten wie sie in zwei Wochen dann verkünden werden.

00:13:26: Das zum einen und zum anderen geht's bei uns jetzt politisch weiter logischerweise.

00:13:31: Also wir hatten versucht auch juristisch anzugehen, weil es wirklich nicht... also ist uns nicht möglich innerhalb so kurzer Zeit ein so einschneidendes Gesetz für analysieren.

00:13:41: Es war uns auch aufgrund der Unterlagen die uns zugestellt wurden und auch teilweise lückenhaft um zumindest so dass man in der Befragung im Ausschuss die Kolleginnen Kollegen der Koalitionsfraktionen ja Die konnten zumindest unsere Fragen nicht alle beantworten.

00:13:58: Es ist auch völlig nachvollziehbar, wenn wir von einem Tag die Gesetzesänderung noch durchdiskutiert werden.

00:14:03: Deswegen hatten wir es versucht aber natürlich müssen wir vor allem politisch arbeiten und daran ist sozusagen der juristische Weg nur immer der Letzte mögliche.

00:14:12: Und das geht ja weiter.

00:14:14: Ich kann Ihnen jetzt schon sagen, dass es wirklich der neunzehntigen Wahrscheinlichkeit nach der Sommerpause Korrekturen geben muss.

00:14:21: Weil die eben ihr Gesetz selbst nicht ganz im Blick haben.

00:14:23: über alle Konsequenzen Es gab ja sogar schon Entschließungsanträge Das heißt sozusagen ein sehr ungewöhnlicher Vorschlag.

00:14:28: Die Koalitionsfraktion haben gesagt Wir haben jetzt gesetzt diese Woche vor der Sommer Pause mussten wir aus welchem Gürtel noch immer auf den Weg bringen.

00:14:36: aber Beispiel bei der Psychotherapie ist es so einschneidend und so fehlerhaft und so problematisch was passiert, dass sie sich sozusagen selbst mit als Auftrag auf den Weg gegeben haben nach der Sommerpause dann zu nochmal aktiv zu werden.

00:14:49: Und es gibt unter sozusagen der nächste große Hammer wird ja im Gesundheitsbereich noch eine zweite Empfehlung der Kommission geben.

00:15:00: Die haben wir quasi eine kurzfristige Empfehlinge gegeben und diese Kurzfristig-Empfehlung ist das, was wir jetzt erleben mussten vor der Sommerpause – es gibt quasi noch eine strukturelle.

00:15:09: Empfehlungen oder strukturelle Empfehlung der Formation, die bis Ende des Jahres fertig sein muss.

00:15:13: Und wir werden müssen das natürlich begleiten und ich kann Ihnen schon sagen, da geht es nicht nur um Begleitung sondern auch um Bekämpfen.

00:15:22: Das machen wir parlamentarisch aber versuchen mit Bündnispartnern auf der Straße den Gegendruck zu erzeugen weil die SPD aber auch die Union verstehen glaube ich nicht mehr ganz was sie da tun.

00:15:36: Die wissen nicht was es für Konsequenzen hat.

00:15:39: Ich überstelle ihn zumindest eher positiv, dass sie's nicht wissen.

00:15:42: aber die Personen, die betroffen sind also heißt die Therapeutinnen und Therapeuten, Ärzte und Ärzten auch Sie in der Apothekerschaft wissen natürlich ganz genau was wir Konsequenten jedes einzelne Gesetz für ihre Arbeit vor Ort haben wird.

00:15:54: Und ich gehe davon aus, das hat man auch in den letzten Tagen merkt, dass der Widerstand da eher größer wird als kleiner und die Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten und tätig sind, nicht aufgeben.

00:16:05: Sondern das sozusagen über die Sommerpause weggetragen und auch vergrößern werden?

00:16:10: Wenn Sie die Entscheidung treffen könnten, wo würden sie stattdessen die Milliarden einsparen oder zusätzliche Einnahmen generieren, je nachdem welche Seite man betrachten möchte.

00:16:21: Auf der einen Seite, finde ich müssen wir also kann es nicht so bleiben dass die durchschnittlich verdienden und die gering verdienten die Hauptlast in Gesundheitswesen tragen ist übrigens ja nicht nur dort der Fall.

00:16:31: Das ist auch in der Pflege der Fall auch das wird angegangen auch wird von der Regierung angegangen Auch bei der Rente also bei allen Sozialstaats Säulen Also dem Versprechen in dieser Gesellschaft, dass du wenn es dir nicht gut geht das dir geholfen wird auch wenn du sie quasi selbst nicht leisten kannst.

00:16:48: Die werden angegangen sagen wir muss dafür sorgen dass die sich daran beteiligen an dieser Gesellschaft die ja meisten haben.

00:16:55: Das ist in den Jahren letzten jahren Jahrzehnten immer weniger der Fall und ist eine Unverschiebtheit.

00:17:00: Und selbst durch die Krisen sind ja manche reicher rausgekommen als rein So, also selbst bei der Corona-Pandemie auch beim Beginn des Angriffskriegs auf die Eurokreine gibt es Personen und Unternehmen, die reicher geworden sind.

00:17:16: Und da müssen wir natürlich ran so.

00:17:18: Wie ich schon gesagt habe, ich glaube auf der Ausgabenseite kannst du natürlich bei den Pharmakonzernen kürzen... so schäg, dass die selbst die SPD ja eingeknickt ist als die Pharmakonzerne einmal gesagt haben.

00:17:33: Wenn das so weitergeht könnte es sein, deswegen nicht mehr produzieren.

00:17:36: Diese Erpressungstaktik fahren die Großunternehmen seit Jahren und Jahrzehnten und wir dürfen uns als Gesellschaft nicht von denjenigen erpressen lassen, die am meisten aus diesem Gesundheitssystem und Gesundheitswesen rausziehen.

00:17:48: Das sind eben vor allem die Pharmakonzerne.

00:17:52: profitieren auch von der Forschungslandschaft und zwar von der staatlich finanzierten Forschungslandschaft hier in diesem Land.

00:17:59: Und natürlich profitieren sie auch vor den Medikamenten, die hier genutzt werden, die abgegeben werden.

00:18:05: Deswegen darf man sich sozusagen von diesen vermeintlich scheuen Redefarmerindustrie nicht abschrecken lassen sondern muss einfach die Maßnahmen um die gesellschaftlichen Regeln hier für die Pharmakonzern anwenden Und das finde ich die Regierung relativ schräg.

00:18:21: Wir hatten in den letzten zwei Monaten eine Sitzung über die europäische Politik im Gesundheitswesen und da sperrt sich Deutschland innerhalb der EU quasi mit den anderen Ländern als eine Macht, mit den Konzernen zu verhandeln.

00:18:38: Man könnte sozusagen die gemeinsame Portion stärken – Europa ist eben dann stärker als Deutschland alleine.

00:18:45: Und Deutschland wehrt sich dagegen, was insbesondere natürlich den kleinen Ländern überhaupt nicht hilft die dann sozusagen gegenüber den Pharma-Konzernen einigermaßen nachtlos sind.

00:18:53: aber auch Deutschland würde wenn sie quasi mit den anderen Ländern als Verhandlungspartner gegen die Pharma Konzerne auftreten würde mehr Kraft besetzen.

00:19:03: so da würden sich die Phama Konzerner nicht aus Europa raus Kürsten, Abgabemöglichkeiten und auch eben eines der stärksten Forschungslandschaften von denen auch die Pharmakonzerne profitieren.

00:19:15: Und deswegen entsperrt sich Deutschland so und wir können da so viel tun.

00:19:19: dass wir eine resiliente Gesellschaft haben in dem eben die Phama Konzerne also nicht erpressen können und das Deutschland jetzt nicht macht zeigt viel wo die Parteien der sogenannten Mitte stehen.

00:19:33: Von rechts gar nicht gesagt, die Rechten sind da in der Frage wie sie mit Pharmakonzernen umgehen würden noch weit aus Buckeliger.

00:19:39: deswegen muss man da nicht viel erzählen.

00:19:41: aber du musst sozusagen eine Gegenmacht und Verhandlungsmacht aufbauen und darin verwehrt sich Deutschland.

00:19:47: Halten Sie die Drohung denn für realistisch?

00:19:51: Also denken Sie das diverse Pharmakonzerne ihren Standort aufgrund von einem noch quasi ja noch nicht mal in der Umsetzung geschehenem Gesetz wirklich känzeln würden?

00:20:03: Denke, dass Pharmakonzene das tun, was in irgendeiner Form Profit bringt.

00:20:08: So deswegen kämpfe ich als Linke irgendwie dafür, dass man sich für ein solcher Markt macht versucht unabhängig zu machen und die Pharmakkonzerne haben eine gewisse Marktmacht.

00:20:19: Ich glaube, das müssen wir leider anerkennen Aber deswegen muss man ja von da weg kommen.

00:20:23: Das ist der eine Schritt.

00:20:24: und der andere Schritt meint es eben nicht, dass sich die Parmerkonzerne mit größten Absatzmärkte entgehen lassen.

00:20:33: Das sind Deutschland innerhalb der Europäischen Union aber das sind durch Europa insgesamt glaube ich nicht auf dem Goodwill der Pharmakonzerne hoffen, so die tun was für sie am meisten Profit bringt.

00:20:46: Das heißt günstige Produktionsorte und möglichst teure Absatzorte.

00:20:50: aber den muss man eben etwas entgegnen.

00:20:52: und das kann man weil eben da Deutschland oder auch Europa eigentlich auch als Verhandlungspartner stark genug auftreten könnte.

00:21:02: wenn Sie denn wollten

00:21:03: Welche konkreten Änderungen würden Sie denn als Regierungspartei vornehmen, damit die wohnortnahe Apotheke naja wirtschaftlich gestärkt beziehungsweise wirtschaftliche überleben kann?

00:21:15: Wir hatten für die Erhöhung des Textums ja gekämpft und wir halten sie auch dafür fort zu niedrig.

00:21:20: Aber ich glaube ohne jetzt nur ins Finanzielle zu schauen fanden wir die Modellprojekte, die es gab, die glaub' ich übergreifend und fast ausnahmslos als positiv bewertet wurden.

00:21:33: Eben der Arminprojekt, das Projekt was in Türen und Sachsen eine Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten Apothekerinnen und Apothekern für die Patientinnen und Patienten vorbereitet hat und durchgeführt hat.

00:21:44: Deshalb haben wir für eine gute Grundlage.

00:21:46: also wir brauchen Apotheken besser vernetzt auch mit den... Ärzte in Ärzten mit der anderen Versorgung.

00:21:56: Und wir müssen dafür sorgen, dass die Apothekerinnen und Apothekern die Kompetenzen, die sie erlernt und studiert haben auch anwenden können.

00:22:03: Ich finde da ist noch sehr viel Luft nach oben weil die gesetzlichen Vorgaben nach wie vor eine sehr starke Arztzentrierungen im Mittelpunkt stellen.

00:22:14: Die Entscheidung, die jetzt ein bisschen abgewendet wurde, weil auch die Apotheken einen großen Druck erzeugt haben was ich gut finde Das gibt gerade schon nach wie vor noch eine Richtungsentscheidung.

00:22:25: Auf der einen Seite wollen wir Apotheken als Anhängsel an Drogerieketten, um es mal sehr zugespitzt auszuformulieren indem jetzt irgendwelche Drogerieketten auch Medikamente abgeben können.

00:22:39: Sowas wird eingeleitet finde ich übrigens durch den Versandhandel wo sein die Kompetenzen der Apotheker überhaupt keine Rolle mehr spielen oder gar nicht mehr spielen können weil sie gar nichts mehr vor Ort gefragt werden.

00:22:48: Oder wollen wir eben eine Stärkung der Kompetenzen, indem die Medikation und auch die Zusammensetzung von den Apotheken nicht überlassen werden.

00:23:00: Aber diese sind eingebunden in die wirkliche Versorgung mit dem, was sie am besten können als Apothekerinnen und Apothekern.

00:23:08: Und diesen Kampf, dieser Ausnahezung ist noch nicht geschlagen.

00:23:11: Den müssen wir führen und das für den letzten Weg eher bin – das hat man hauptsächlich rausgehört in der letzten halben Stunde.

00:23:21: Das hat man!

00:23:21: Das Projekt Armin wurde ja sogar letztlich vom KV-Chef Andreas Gassen auch gelobt überraschenderweise.

00:23:28: Ich glaube es gibt….

00:23:29: Wir sind eine Gesellschaft wo es um Profit leider fast überall geht aber es gibt schon auch eine gewisse Rationaleität und Logik dem immer so ein bisschen, also neben dem Druck, den man sozusagen erzeugen muss.

00:23:42: In dem System sind die Menschen glaube ich für eine vernünftige Argumente durchaus offen um sozusagen da den Druck erhöhen damit es auch an anderer Stelle gehört wird.

00:23:52: Mascha und wie weit wir damit kommen.

00:23:53: aber ich glaube wir sind noch erst am Anfang nachdem was jetzt sozusagen von der Regierungseite auch noch geplant ist.

00:23:59: Vielen Dank Herr Gewinner!

00:24:00: Ich bedanke mich bei

00:24:05: Ihnen!

Über diesen Podcast

Die PZ ist die Fachzeitschrift für die Apotheke mit aktuellen Themen aus Gesundheitspolitik, Pharmazie und Medizin. Der PZ-Podcast „PZ Nachgefragt“ bietet einmal wöchentlich einen besonderen Einblick in ein Thema, das die Apothekenwelt bewegt.

von und mit Pharmazeutische Zeitung

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